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ENDFÄLLIGES DARLEHEN z.B. IN SPANIENeine ganz besondere Form der Baufinanzierung

Wie funktioniert das endfällige Darlehen?

Auch beim endfälligen Darlehen setzt sich die monatliche Zahlung für die Baufinanzierung aus einem Zins- und Tilgungssatz zusammen.
Anders ist, dass die Tilgung nicht direkt an die Bank fließt, sondern alternativ, z.B. in einen Bausparvertrag. Früher war die parallele Ansparung einer Lebensversicherung oder eines Aktienfonds zur Tilgung der Baufinanzierung ein oft genutztes Instrument, was heute aber eher nicht mehr verwendet wird.
Beim endfälligen Darlehen zahlen Sie an die Bank während der Laufzeit der Baufinanzierung nur den Darlehenszins, d.h. die Bank bietet ein tilgungsfreies Darlehen. Aus diesem Grund bleibt die Restschuld während der gesamten Laufzeit konstant.

Nachteile:

Da die Restschuld der Baufinanzierung während der gesamten Darlehenslaufzeit gleich bleibt, besteht ein erhöhtes Zinsänderungsrisiko. Dies bedeutet, dass bei erhöhten Zinsen zum Verlängerungstermin des Darlehens eine verhältnismäßig höhere Zinsbelastung auf Sie zukommt, als bei laufender Tilgung des Darlehens.
Zudem besteht ein Risiko darin, dass sich die Alternativanlage nicht so entwickelt wie geplant. Dies kann dazu führen, dass bei Darlehensablauf nicht genügend Kapital zur Verfügung steht, um das Darlehen zurückzuzahlen.

Vorteile:

Das endfällige Darlehen kann bei einer vermieteten Immobilie sinnvoll sein, um über die Laufzeit der Immobilienfinanzierung hohe Schuldzinsen absetzen zu können.

Diese Variante ist aber immer von der persönlichen (Steuer-)Situation abhängig und sollte im Vorfeld mit ihrem Steuerberater abgesprochen werden.

Fazit:

Das endfällige Darlehen war in der Vergangenheit gerne in Kombination mit einer Lebensversicherung in die Immobilienfinanzierung eingebunden worden.
Heute macht ein solches Darlehen nur aus evtl. steuerlicher Sicht, als Bauspardarlehen zur Zinsabsicherung oder in Kombination mit bereits vorhandenen Sondersicherheiten (Rückkaufswerte, Depotguthaben…) Sinn.

Diese Sondersicherheiten werden aber in Deutschland kaum noch akzeptiert, so dass diese nur bei einer Finanzierung in Spanien oder Frankreich interessant sein könnten. Dabei ist zu beachten, dass mind. 1 – 1,5 Mio. EUR als z.B. Depotguthaben vorhanden sein müssen.

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